Die 3 Erfolgsstufen vom Branding

Was könnte das Ziel vom Branding angesehen von der Sichtbarkeit sein? Als Experte für ein bestimmtes Thema wahrgenommen zu werden oder vielleicht sogar komplett Themenunabhängig geliebt und anerkannt zu werden? In diesem Artikel möchte ich dir die drei Stufen vorstellen, die ich in den letzten Jahren immer wieder erkannt habe, wenn es um das Thema Branding geht.

1. Sichtbarkeit

Durch deinen Content und deine Persönlichkeit die du konstant vermarktest gewinnst du an Sichtbarkeit. Die Menschen werden langsam auf dich aufmerksam und nehmen dich wahr. Es geht in dieser Stufe also darum Sicht erstmal einen „Namen zu machen“, sodass Menschen dich wieder erkennen. Wenn du dich jetzt fragst, wie du Sichtbarkeit erlangen kannst, gibt es eine gute und eine schlechte Nachricht. Die schlechte ist, dass es nicht leicht wird, aber was ist heutzutage schon noch leicht? Die gute ist, dass es nicht so kompliziert ist, wie du denkst. Es ist nicht leicht, aber einfach sichtbar zu werden. Meine Formel für Sichtbarkeit, die ich aus der Erfahrung der letzten Jahre ableiten konnte lautet wie folgt: Deine Thesen x Anzahl deiner Beiträge = Sichtbarkeit Was meine ich damit? Deine Thesen sind deine Grundüberzeugungen. Die Wahrheiten, an die du glaubst. Es können simple Dinge sein wie „arbeite hart und der Erfolg wird kommen“ oder „Geld folgt Aufmerksamkeit“. Es geht also darum diese Grundüberzeugungen einmal klar festzulegen und auszuformulieren damit du genau weißt was deine Wahrheiten sind und was deine Message oder Messages sind, die du mit der Welt teilen willst. Eine meiner Thesen ist zum Beispiel „Leistung folgt Leidenschaft“ Im weiteren Schritt geht es jetzt darum, diese Wahrheiten zu verpacken in Content und diesen auf online zu veröffentlichen. Umso mehr und öfters du das machst, desto mehr Sichtbarkeit wirst du gewinnen, was wiederum dazu führt, dass du mit anderen ins Gespräch kommst, andere Plattformen ebenfalls für deine Message nutzen kannst und somit ein gehebelter Anstieg deiner Sichtbarkeit das Ergebnis sein wird. Vielleicht sagst du jetzt, dass du doch nicht ständig über das gleiche reden kannst. Aus diesem Grund kommen wir zur nächsten Stufe.

2. Thematische Expertise

Aufgrund der anfänglichen Festlegung auf ein Thema um schneller und leichter in die Sichtbarkeit zu kommen (Menschen stecken alles gerne in Schubladen) wirst du dich langsam zum Experten für ein bestimmtes Thema entwickeln. Sobald du diese Stufe etabliert hast werden Leute dich vor allem buchen wegen dem Thema, welches du vertrittst. Du bist Experte, kannst ein entsprechendes Honorar verlangen, musst aber IMMER damit rechnen, dass jemand kommt, der besser ist als du. Oder günstiger. Klingt blöd, ist aber die Gefahr bei einer ausschließlich thematischen Expertise. Letztlich geht es bei der thematischen Expertise aber auch darum den ersten Punkt aufzubauen. Du hast deine Grundüberzeugungen und diese in einem bestimmten Themenbereich gebündelt. Somit lässt du diese Überzeugung in das Thema einfließen und behandelst alle Punkte unter deinem ganz persönlichen Gesichtspunkt. Damit hauchst du einem sonst sehr „fachlichen“ und unpersönlichen Thema mehr Persönlichkeit ein. Nur so wirst du langfristig diese Stufe erfolgreich etablieren um letztlich zur letzten Stufe zu kommen.

3. Glauben an die Person, losgekoppelt vom Thema

In der letzten Stufe entkoppelst du dich vom Thema. Nimmst andere Themen mit dazu. Wenn du von Anfang an dich und deine Persönlichkeit gezeigt hast, wird es dir leichter fallen diese Stufe zu etablieren. Sobald du diesen Punkt erreicht hast, wird es dir leicht fallen für Aufträge gebucht zu werden. Dabei entscheidest du das Honorar und die Kunden werden sich grundsätzlich schwer damit tun dir dieses Honorar auszuschlagen. Es wird keine Konkurrenz mehr geben. Egal ob thematisch besser oder günstiger, weil du nicht mehr für ein bestimmtes Thema gebucht wirst, sondern aufgrund deiner Person. An diesem Punkt bist du frei, das zu tun, was du tun möchtest. Du hast Menschen, die dir folgen und an dich glauben. An deine Persönlichkeit, deinen Weg und deine Werte. Jetzt geht es also mehr darum deine Grundüberzeugungen aus den ersten beiden Stufen in unterschiedlichen Themen zu beleuchten. Alle Themen, die dich interessieren, die dich beschäftigen können abgedeckt werden und werden durch deine Thesen untermauert. Aber Achtung! Diese Vorgehensweise, typisch beim Branding, polarisiert. Du wirst Menschen finden die dich feiern und welche die dich hassen. Mit der Zeit wird es dazu kommen, dass Menschen sich genervt von dir abwenden, weil du ja immer das gleiche erzählst. Lass dich davon jedoch nicht entmutigen, denn genau das ist es ja. Deine Thesen sind deine Thesen. Deine Sicht auf die Welt. Und wenn deine Wahrheiten. Deine Sicht auf die Welt alle paar Wochen wechselt. Wie nachhaltig und vertrauenswürdig wirkst du dann wohl?

Merlin Mechler

Merlin Mechler

Merlin Mechler ist Marketing & Performance Coach, Speaker und Autor der Digital Marketing Bibel und High Performance Secrets. Er hilft Personenmarken dabei ihre Potenziale zu erkennen, sich glasklar zu positionieren und an die Spitze zu kommen.

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